Schulbienen

Unsere Schule hat sich seit 2014 mit großer Freude an der „Aktion Bien“ beteiligt.

Seither besteht für die Schüler am Standort Laubach die Möglichkeit, ein Bienenvolk bei seiner Arbeit zu begleiten.

Das dort stehende Bienenvolk wird von den Kindern und ihren Lehrerinnen betreut. Außerdem machte es unser Förderverein möglich, dass seit dem Sommer 2017 ein Bienenschaukasten auf dem Laubacher Schulhof steht. Dieser ermöglicht es, in den Sommermonaten ein kleines Bienenvolk während den Pausen zu beobachten. Viele wichtige Informationen über die Bienen liefern die neuen Schautafeln, die am Laubacher Schulgebäude außen angebracht sind. Selbstverständlich dürfen die Kinder auch den von ihren Bienen gesammelten Honig mehrmals im Jahr ernten und verzehren… MMMH!

Unser Bienenjahr 2022:

Nach der Winterruhe begann die Arbeit mit unseren Bienen in den Osterferien Mitte April. Bisher hatte das Bienenvolk über den Winter in einem Magazin (in einem Stockwerk) gelebt. Das reichte für die wenigen Winterbienen aus und sie brauchten für ihr kleineres Zuhause weniger Energie aufzubringen, um ihre Königin vor der Winterkälte zu schützen. Nun war es draußen wieder wärmer geworden. Die Königin hatte bereits Eier in die Waben gelegt und die ersten Jungbienen schlüpften aus ihren Zellen. Bald brauchten sie also mehr Platz im Bienenstock. Daher wurde ein weiteres Magazin auf den Brutraum gesetzt. Beide Magazine wurden mit einem Absperrgitter getrennt, damit nur die Arbeiterinnen in das obere Magazin gelangen konnten.

Jetzt sammelten die Bienen jeden Tag, wenn es das Wetter erlaubte, fleißig Nektar und Pollen. Biese brachten sie teilweise ins untere Magazin als Nahrung für die Jungbienen, aber auch in das obere Magazin des Bienenstocks und verwandelten den Nektar zu Honig. Bei einer Kontrolle des Bienenvolkes im Mai stellten wir fest, dass im oberen Magazin bereits viel Honig eingelagert war und dass dieser schon „erntereif“ war.

Am 30. Mai wurde dann unser Bienenhonig geerntet. Dabei trugen wir alle Bienenanzüge und Handschuhe. Darin sahen wir schon irgendwie witzig aus. Als Werkzeuge nutzten wir Spatel und Besen. Mit dem Besen kehrten wir vorsichtig die Bienen von den Waben ab. Nun stellten wir die Waben in eine Kiste, legten den Deckel darauf und trugen die Kiste in den Klassenraum, wo die Honigschleuder schon bereitstand.

Die Honigwabe stellten wir auf ein Metallgestell. Jetzt konnten wir die dünne Wachsschicht, die sich auf der Honigwabe befand, mit einer Spezialgabel abzupfen. Dabei hatten wir Gesellschaft von zwei Bienen, die umherflogen. Dann kam das Beste: Das abgeschabte Wachs durften wir auslutschen. Mega lecker! Nun wurden die Waben in die Honigschleuder gestellt und geschleudert. Bald floss der Honig über ein Sieb in den Eimer. Die leeren Waben brachten wir wieder zurück in den Bienenkasten, damit die Bienen sie wieder füllen konnten.

Den leckeren Honig durften wir auf einem Butterbrot verkosten. An den folgenden Tagen musste der restliche Honig, der sich noch im Eimer befand, immer wieder gerührt werden. Danach wurde er in Gläser gefüllt. Er sah echt lecker aus. Dann pressten wir Deckeleinlagen in die Deckel und klebten spezielle Aufkleber auf die Deckel.

Alle Kinder unserer Klasse malten außerdem noch die Bienendekoration bunt an, die später mit einem Band an jedem Honigglas befestigt wurde.

Beim nächsten gemeinsamen Frühstück wird unser Honig bestimmt zum Verzehr auf dem Tisch stehen. Außerdem verschenken wir den Honig auch an verschiedene Personen, die etwas Besonderes für unsere Schule leisten.

Seit Montag, 04.07.2022 befindet sich ein kleines Bienenvolk im Schaukasten auf unserem Laubacher Schulhof. Dieses können wir in jeder Pause bei der Arbeit beobachten. Deutlich zu erkennen sind die mit Wachs verschlossenen Zellen in den beiden Waben, in denen sich der Honig befindet. Darunter sehen wir die Brut, aus der sicherlich bald junge Bienen schlüpfen. Leider haben wir bisher noch nicht die Königin sehen können. Daher beobachten wir alles weiterhin.

Jetzt im September war es höchste Zeit für die Impfung der Bienen. Ihr fragt euch warum und wieso? Ich (Mathilda, Klasse 4) erkläre es euch:

Wir impfen die Bienen mit Ameisensäure, weil sich Varroamilben auf die Larven und die Bienen setzen. Dadurch können sich die Larven nicht richtig entwickeln und die daraus entstehenden Bienen sterben schneller oder sind verkümmert. Dann gibt es weniger Bienen im Volk. Dies bedeutet wiederum, dass weniger Blüten bestäubt werden und es weniger Obst gibt.

Allerdings wird nicht jede Biene einzeln geimpft. Wie es funktioniert, erklärt euch Jule (Klasse 4):

Eine bestimmte Menge der Ameisensäure wird auf ein Schwammtuch geschüttet. Dieses befindet sich auf einer Kunststoffplatte. Das Tuch wird dann mit einem Kunststoffgitter auf der Platte festgeklemmt. Anschließend wird diese Platte mit der Ameisensäure in den unteren Teil des Bienenstocks geschoben. Dort verdunstet die Ameisensäure und dadurch sterben die Varroamilben. Sie fallen dann von den Bienen ab. Für die Bienen ist die Ameisensäure zwar nicht angenehm, aber nicht schädlich. Es muss leider sein!

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